Begleite mich auf meiner Reise...

...und lass Dich inspirieren auch mal auszubüchsen!

"Willst Du das wirklich machen?" oder "Du bist verrückt!" sind Sätze, die ich immer wieder zu hören bekomme wenn ich von meinem Vorhaben erzähle, 6 Monate mit dem Motorrad durch Südamerika zu reisen. Allerdings sind die Stimmen, die mit einem Grinsen ihre Begeisterung über diesen Plan kundtun, in der Überzahl. Aber warum Südamerika? Und warum mit dem Motorrad?

In den letzten Jahren habe ich viel Zeit an diversen Plätzen dieses wunderschönen Planeten verbringen dürfen. Viele berufliche Aufenthalte, aber auch viele private Reisen mit dem Motorrad oder dem Camper haben mir immer wieder gezeigt, dass das Fernweh bei mir chronisch und die Begeisterung für das Vagabundenleben unheilbar sind.

Da sich im Spätherbst 2017 zum vierzigsten Mal mein Erscheinen auf dieser Erde jährt und Südamerika auf meiner privaten Landkarte ein weißer Fleck ist, der schon immer meine Neugier geweckt hat, möchte ich Nägel mit Köpfen machen. Von Anfang Oktober 2017 bis Ende März 2018 soll der südamerikanische Kontinent meine Heimat sein.

 

Warum diese Seite? Ich bin weder der Erste, noch bin ich der Letzte der so eine Reise tätigt. Selbst Ziel und geplante Route sind, surft man etwas durchs Netz, nichts außergewöhnliches. Unsere Erde ist ganz schön klein geworden...

Im Sinn dieser Seite sehe ich mehr als nur ein weiteres Reisetagebuch über einen (hoffentlich) tollen Trip und dann gehen alle nach Hause und der Letzte macht das Licht aus. Vielmehr ist sie für mich die Möglichkeit mit meiner Familie und meinen Freunden auch in Abwesenheit in Verbindung zu bleiben. Wer mag kann mich kontaktieren oder einfach vorbeischauen, ob es Neuigkeiten gibt. Aber wenn ich zurückschaue, auf die ersten Überlegungen für meine Reise, dann kann ich nur all den Leuten danken, auf deren Erfahrungen und Erlebnisse ich meine Entscheidung des "Wohin", "Wie", "Womit" und auch des "Wann" stützen konnte.

So ein Trip ist nicht die Erstbesteigung des Mount Everest oder der erste Flug zum Mond. Trotzdem half es mir und hilft es hoffentlich auch dem ein oder anderen ungemein auf Erfahrungswerte zurückgreifen zu können, die im Vorfeld die Planung und Vorbereitung dieser Reise für mich deutlich vereinfacht haben.

Um es vielleicht auf den Punkt zu bringen: Wenn diese Seite euch nur das gute Gefühl im Bauch verschafft, dass ihr das Richtige macht wenn ihr eine eigene Reise plant und durchführt, weil das da draußen alles gar nicht so schlimm ist wie man gemeinhin zu glauben geneigt ist, verfolgt man die Ereignisse in der Welt in den Medien, dann hat sie bereits ihren Zweck erfüllt.



Was treibt einen dazu?

Der Ansatz einer einfachen Antwort wäre bei mir: Neugier.

Ich bin ein von Natur aus neugieriger Mensch. Dass das ausdauernde "Warum, wieso, weshalb?" durchaus eine Herausforderung für das eigene Nervenkostüm darstellen kann, nun ja. Ist wohl bekannt.

 

Aber Neugier allein wird der eingangs gestellte Frage als alleinige Antwort nicht gerecht.

Seit Jahren bin ich beruflich und privat viel in der Weltgeschichte unterwegs und merke immer wieder, dass mich die Sehnsucht nach den verborgenen, den unverfälschten und den noch nicht in jedem Reiseführer vermerkten Ecken dieser Welt umtreibt.

Oft sind das Orte, die beim bequemen Konsumenten des Vorabendprogrammes der großen Sendeanstalten bei ihrer Erwähnung ein fragendes Stirnrunzeln hervorrufen, gerne flankiert von Unverständnis, Furcht oder Zweifeln. -Sowohl am Reiseziel als auch an meinem Geisteszustand.

 

Ich möchte nicht sagen, dass mich das erst recht anspornt, denn das wäre Quatsch. Nichtsdestotrotz erfüllen mich diese Reaktionen jedoch insgeheim mit diebischer Freude, werden doch so diese wundervollen Orte somit noch einige Zeit weitestgehend unberührt und vom Massentourismus verschont bleiben. Wer möchte sich schon den oft genug in diversen Nachrichtensendungen thematisierten Bedingungen aussetzen und seine Komfortzone verlassen. Und genau hier möchte ich noch einmal auf die diebische Freude meinerseits über diese verbreitete Einstellung verweisen...

 

Doch selbst jetzt ist die eingangs gestellte Frage noch nicht hinreichend beantwortet.

Was ist es also, das mich seit einigen Jahren nicht mehr loslässt und mich antreibt für 6 Monate mit einem Motorrad in Länder zu reisen, die in aller Regel Assoziationen, seien sie berechtigt oder nicht, wie "gefährlich", "kriminell" und "korrupt" hervorrufen? Vielleicht weil ich erwarte, dass sich -wie aus der Erfahrung eigentlich immer- eine Diskrepanz zwischen dem gemeinhin gültigen und dem realen Bild auftut. -Wäre nicht das erste Mal.

Es ist aber noch mehr und hat durchaus auch mit persönlicher Herausforderung zu tun. Nach nunmehr über zehn Jahren im Job ist es trotz meiner rückblickend als außerordentlich abwechslungsreich zu bezeichnenden Tätigkeit Zeit, mal wieder die gewohnten Pfade zu verlassen und neues Terrain zu betreten.