04. April 2018

 

Der Reiseblog ist beendet, die Reise auch. Die ersten Tage zurück im Alltag liegen hinter mir.

 

Zeit für einen Rückblick. An dieser Stelle mit dem Fokus auf die Sachen, die mich auf meiner Reise begleitet haben. Manche waren gut, andere nicht so ganz.

 

KTM 690 Enduro R (Modelljahr 2016)

 

Gekauft nagelneu, als eine der Letzten, die noch in Deutschland zugelassen werden durften. Die verschärften Abgasbestimmungen der Euro 4 Norm als Zulassungsvoraussetzung haben (zumindest in Europa) zur Einstellung dieses Modells zum Jahr 2017 geführt. Das ist in sofern schade, als dass dieses Motorrad für den Solobetrieb ein prima Paket aus Wirtschaftlichkeit, geringem Gewicht, Robustheit und genug Leistung darstellt. Abgesehen davon gibt es für die ehemals größte Hardenduro aus Mattighofen eine schier unglaubliche Auswahl an Anbauteilen, um aus einem ehemals etwas groß geratenen Kiesgrubenhobel eine langstreckentaugliche Reisemaschine zu machen.

Eine BMW GS1200 wird sie deshalb noch lange nicht. Die Vibrationen des Eintopfs bleiben und machen irgendwie auch den Charakter des Motorrads aus. Doch ansonsten sind den Möglichkeiten der Modifikation die Grenzen im Portemonnaie des Besitzers oder dem gesenkten Daumen des TÜVers gesetzt.

Ob aus Australien, England oder Rumänien, um nur einige zu nennen, überall bekommt man Umbausätze, um aus der Hardenduro eine rallyetaugliche Maschine zu machen. Mit allen Zwischenstufen.

 

Durchstöbert man die Tiefen des Internets, findet sich der ein oder andere Eintrag zu Mängeln. Genannt seien hier Probleme mit den Kipphebeln, bzw. der Kipphebelwellen des Ventiltriebs. Inwiefern diese bestimmte  Baujahren zugeordnen werden können, kann ich an der Stelle nicht mit Sicherheit sagen, ohne mich in Spekulationen zu versteigen. Scheinbar helfen Körnerpunkte im 90° Winkel auf der Quetschnut der Kipphebel. Ich hatte jedenfalls keine Probleme damit.

Dafür war mein Getriebe von Anfang bis Ende schlecht schaltbar, hakelig und ungenau. Der erste Gang sprang mit besonderer Vorliebe an Steigungen, insbesondere in Sanddünen heraus und ließ sich oft auch nur widerwillig einlegen. -Ein Thema für den lokalen KTM-Händler. Eine weitere Auffälligkeit waren deutlich vernehmbare Rasselgeräusche von der Steuerkette nach dem Kaltstart, solangs das Motoröl noch kalt war. Auch hier wird sich der KTM-Händler hoffentlich um eine Abstellung kümmern. Sonst hatte ich keinerlei Probleme und abgesehen von meiner groben Fehlkalkulation in Hinblick auf die mögliche Reichweite in Peru auch keinen einzigen "Liegenbleiber".