29. November 2018


Mit dem Grenzübertritt nach Equador änderte sich so einiges. Die Landschaft wurde schlagartig grüner. Wolkenverhangener Regenwald bestimmte das Bild.


Auf unserer Fahrt auf der E25 schlängelte sich die Strecke in die Berge hoch. Kaum mal, dass es hundert Meter geradeaus ging. Mit dem Erreichen eines kleinen Ortes kam die erste Militärkontrolle, der wir jedoch entkamen. -Unser Weg machte einen scharfen Knick nach links. Die Hänge wurden kahler. Dort, wo einmal Regenwald stand, waren die Hügel braun und errodiert. Immer häufiger stieg verräterischer Qualm auf. Brandrodung ist hier weit verbreitet. Wo Graß die Hügel bedeckte, standen Rinder und grasten. Immer häufiger kamen wir an Buschbränden vorbei. Dass das alles zufällige Feuer waren, mochte ich nicht glauben.


Wieder im Flachland auf der Küstenstraße, wurde der Verkehr dichter. Zum Glück fahren die Ecuadorianer deutlich entspannter und umsichtiger als die Peruaner. Da es trotzdem sehr voll war, überholten wir wann immer möglich. An einer Polizeikontrolle wurden wir herausgewunken. -Als Konsequenz unserer Fahrerei? Tatsächlich wollte der Beamte lediglich unsere Zolldokumente und die Führerscheine sehen. Gute Weiterfahrt, das war es schon.
Durch kilometerlange Bananenplantagen mit in Müllsäcken eingetüteten Bananenstauden führte uns die Straße weiter. Kurz vor Naranjal ging es rechts ab in Richtung Camacho. Wieder entlang endloser Bananenplantagen. Ein letzter Linksknick und wir erreichten unser Tagesziel, Kaluz Camping & Spa. Ein unerwartet schöner Platz, mitten im Dschungel. Sogar mit Pool und Whirlpool! Überall bunte Blumen, Palmen und exotische Vögel. Vor wenigen Wochen noch hätten wir soviel Grün für eine Fata Morgana gehalten. Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgte dafür, dass über Nacht alles, was draußen hing feucht wurde. Bizarre, spinnennetzartige Wassertropfenformationen bildeten sich an Taschen und Motorrad. Zur Abwechslung mal kein Staub. Ecuador gefällt mir immer besser.

30. November 2017

 

Nach einer Nacht im Regenwald erwartete uns ein feuchter Morgen. Dunst hing über den Baumwipfeln. Die Klamotten, die wir am Vorabend draußen gelassen hatten, waren nunmehr feucht. Um nicht zu sagen klatschnass.

 

Aus den Bananen- und Kakaoplantagen ging es zurück auf die Hauptstraße. Unerwartet gut ausgebaut, schmolzen die Kilometer wie Eis in der Sonne. -Die uns ordentlich einheizte. Hinter Guayaquil war es Zeit für eine Pause. Eines der vielen kleinen Restaurants entlang der Straße war unser Ziel. Und es war nur eine Frage der Zeit, dass wir mal wieder mit der kompletten Besetzung für ein paar Fotos posierten. Am Nachbarstand gab es frische Kokosnüsse. Aufgeschlagen mit Strohhalm ein frischer Drink bei der Hitze.

 

Die Straße ging weiter und weiter in Richtung Nordwesten. Kurz bevor wir Porto Cayo erreichten, schraubte sich die Straße über eine Hügelkette. Wolkenverhangene Hügel, Nebel umhüllte uns. Auf einmal war alles feucht, die Sicht kaum noch vorhanden und so tasteten wir uns im Blindflug durch die Serpentinen.

 

Puerto Cayo ist ein kleiner Ort an der Pazifikküste. Mit einer Kirche, einem kleinen Park und vielen Fischern. Und "Jardin Suizo Hosteria", betrieben von Samuel, einem Schweizer. Der Platz mutet an wie ein Garten Eden. Unglaublich, dass er das alles in den letzten acht Jahren hochgezogen hat. Vor allem die Bäume, Palmen und vielen bunten Blumen. Der palmengedeckte Pavillon mit der Schiffsbar als der zentrale Aufenthaltsort, alles liebevoll und hübsch gemacht. Mit Baloo, seinem verspielten Rüden ist Samuel Herr über einen der schönsten Plätze, die ich bislang in Südamerika gefunden habe. Das Frühstück mit vielen Früchten spielt genau in dieser Liga mit. Und der rauschende Pazifikstrand ist gleich gegenüber auf der anderen Seite der Straße. Am Abend gingen folgten wir der Wasserlinie und erreichten ein paar Hütten am Strand. Die meisten noch geschlossen (die Tourismussaison startet erst und viele Reisende verirren sich nicht hierher), fanden wir ein Fischrestaurant mit verlockend klingenden Gerichten. Genau das Richtige nach einem langen Fahrtag.

 

Zurück tappten wir durch den dunklen Ort. Das Zelt lockte mit Isomatte und Schlafsack. Licht aus und Augen zu für heute.

 

Am nächsten Tag beschlossen Christian und Daniel die Küste weiter hoch zu fahren. Nicht ohne vorher noch einen Abstecher mit den Motorrädern an den Strand zu machen. Ein durchaus ambitionierter Plan mit vollbeladenen Maschinen und einsetzender Flut. Als Ergebnis stand ein paar Minuten später ein schnaufender Christian hupend vor dem Tor. Daniel hatte sich eingegraben. Unglücklicherweise kam die einsetzende Flut dem im Sand eingesunkenen Motorrad immer näher. 

Mit vereinten Kräften zerrten wir die Maschine aus der Reichweite des Wassers. Während ich zurück zum Campingplatz ging, setzen die beiden ihren Weg nach Norden fort. Morgen treffen wir uns in Quito wieder. 

Ich werde mir auf dem Rückweg versuchen viel Zeit für die Küste Ecuadors zu nehmen. Was ich bislang gesehen habe, ein absolutes Muss.

02. Dezember 2017

 

Es gibt Orte, die betritt man und möchte sie eigentlich nicht wieder verlassen. So ein Ort ist Samuels "Jardin Suizo Hosteria". Doch es nützte nichts. Am kommenden Montag werde ich in der Sprachschule in Quito sitzen. Und zwischen Puerto Cayo und der Hauptstadt Ecuadors lagen noch 440 kurvige Kilometer. Kurz hinter Santo Domingo überholte mich ein knatterndes Motorrad. Zweimal musste ich hinschauen. Doch. Das war Christian. Daniel war auch nicht weit. Die beiden hatten nur kurz Pause gemacht und in dem Moment flog ich durch den Ort. Zufälle gibt's...

 

Also knatterten wir weiter. Auf den letzten knapp 100km stieg die Straße von Meereshöhe deutlich an. Bei 2000m fuhren wir in wolkenverhangenen Regenwald. Wäre sicherlich ein schöner Ausblick gewesen. So wurde es kälter und immer nasser. Die letzten 50km fuhren wir im strömenden Regen. Irgendwann lief mir das Wasser zum Hals rein. Der Kragen ist außen zwar aus Gore Tex, hat jedoch einen flauschigen Rand, der sich wie ein Schwamm voll Wasser saugt. Der Regen ergoss Sturzbäche über die Straßen. Lehmig braune Fluten liefen aus Baustellen neben der Straße. Durch wahre Schlammlachen fuhren wir, immer mit der bangen Frage im Kopf: "Was, wenn da jetzt ein Gullideckel fehlt?" Doch es fehlte keiner. Zum Glück.

Wir erreichten das Hostel in der Altstadt von Quito. Leider war es unmöglich die Motorräder dort zu parken. Entgegen der telefonischen Zusage war das schlicht nicht möglich. Zwar hätten wir die Maschinen noch die verschiedenen Stufen und Absätze in den Innenhof hinunter bewegen können. Doch raus wären wir nicht mehr gekommen. Obwohl das Hostel gerade eine Baustelle war, schienen mir partielle Abrissarbeiten zum Herausfahren der Motorräder nicht geplant gewesen zu sein.

 

Doch die Leute waren nett und halfen uns ein anderes Hostel zu finden. Das fanden wir dann tatsächlich nicht, sondern durch den Lärm angelockt, öffnete sich ein Tor an der anderen Straßenseite. Und so ergab es sich, dass wir im bislang besten Hostel in ganz Südamerika landeten. Ein Wahnsinnsladen! Frischer Kaffee, Gebäck, heiße Duschen, alles tipp top in Schuss, die Leute super nett und freundlich, prima Betten, was will man mehr? Fast schon ein bisschen schade, dass ich nach nur einer Nacht weiterfahre, zu meiner Gastfamilie.

 

05. Dezember 2017

 

Seit gestern drücke ich nach Jahren wieder die Schulbank. Ein bisschen ungewohnt war das am Anfang schon, doch macht es auch unglaublich Spaß. Durch die Nebensaison habe ich das große Glück, dass ich der einzige Schüler meiner "Klasse" bin. Somit habe ich nicht nur nachmittags, sondern auch am Vormittag Einzelunterricht. Morgen ist hier in Ecuador Feiertag. Wenn ich es schaffe, möchte ich zum Äquator fahren und mich in dem zugehörigen Museum etwas umschauen. Witziger Weise gibt es ja zwei "Nullinien". Einmal die offizielle, die 1736 von französischen Vermessern unter Charles Marie de La Condamine ermittelte Äquatorlinie, auf der auch heute noch das zugehörige Denkmal steht und die später bestimmte, etwa 250m nördlich gelegene, tatsächliche Äquatorlinie, die weiter nördlich hinter dem Denkmal und fast an der Anfahrtsstraße liwgt. Hier ist ein kleines Schild angebracht. Außerdem findet sich hier das absolut sehenswerte, aber von der Straße her eher unauffällige Äquatormuseum mit allerlei interessanten Experimenten, die den Einfluss der Äquatorlinie auf die Auswirkungen der Schwerkraft zeigen. Leider war das Museum bei meinem Besuch geschlossen. Das war umso trauriger, als dass mir ein deutsches Ehepaar in San Pedro de Atakama noch voller Begeisterung von den tollen Vorführungen vorgeschwärmt hatte.

 

Am 13. Dezember soll meine neue Kombi hier in Quito bei einem Klim-Händler ankommen. Dass es dazu gekommen ist, verdanke ich Frau Haas, die die Firma Klim auf dem europäischen Markt hinsichlich Kundenservice und Garantiefragen vertritt.

Sie hat sich -obwohl wir gar nicht in Europa unterwegs sind- maßgeblich für eine schnelle und zuvorkommende Lösung für unsere bemängelten Anzüge eingesetzt. Dabei war sie außerordentlich zuvorkommend und hat ermöglicht, dass ich einen nagelneuen Anzug aus den USA geschickt bekomme, den ich gegen meinen gebrauchten eintauschen kann. Das ist wirklich Premiumservice. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank, Frau Haas!

 

 

 

12. Dezember 2017

 

Das Jahr neigt sich unaufhaltsam dem Ende entgegen. Dabei hat es eigentlich gerade erst begonnen. Genauso verhält es sich mit meinem Aufenthalt in Quito. Die Sprachschule macht -vor allem auch dank der prima Lehrer Paola und Angel, unglaublich viel Spaß. Allerdings merke ich, dass meine Aufnahmefähigkeit immer mehr sinkt. Irgendwann ist halt auch der saugfähigste Schwamm einfach voll...

Heute habe ich es endlich geschafft bei Court Rand und seiner Firma "Ecuador Freedom Bike Rental" vorbei zu fahren. Meine neue Kombi lag da zur Abholung bereit. Es ist das Nachfolgemodell der bisher von mir genutzten Klim Adventure Rally. Auf Anhieb fällt auf, dass gerade die neue Jacke viel leichter ist. Sie fühlt sich nicht mehr so steif und wie eine "Rüstung" an. Ob sie besser als die Vorgängerin funktioniert, das wird sich noch zeigen müssen.

 

Ich kam jedoch nicht von Court und seinen Jungs weg ohne noch einige wertvolle Hinweise für meine Rückreise durch Ecuador im Februar 2018 zu bekommen. Auch Routenmaterial lud er mir gleich auf mein Navi. Toll. An dieser Stelle noch einmal. Vielen Dank dafür! 

 

Court, if you should read this, it's for you guys! -Thanks a lot for your kindness and support with the routing material and the suit! That's greatly appreciated!

 

In wenigen Tagen heißt es dann also wieder: Aufsatteln und weiterfahren. Morgen muss ich unbedingt noch ein paar Teile des Kettensatzes bekommen. Mein vorderes Ritzel ist deutlich verschlissen und viel mehr als weitere tausend Kilometer traue ich ihm und der Kette einfach nicht mehr zu. Doch dann wird es so langsam Zeit für einen Austausch.  

 

AdventureSpec in England, den Lieferanten meiner Taschen habe ich angeschrieben. Beim letzten Sturz wurde die linke Tasche doch arg in Mitleidenschaft gezogen und ich möchte sie gerne reparieren. Die Jungs sind echt fit und haben mir binnen 24h geantwortet. Es gibt Ersatzteile und sie seien grundsätzlich an dem Schadenbild und meinen Erfahrungen interessiert. Mal sehen wie ich die lädierte Tasche wieder gerichtet bekomme.

 

Ansonsten freue ich mich schon sehr auf Kolumbien. Das Kaffeedreieck, südlich von Medellin steht als absolutes Muss auf meiner Liste. Aber auch die Karibikstrände des Nordens warten schon. 

So langsam rückt das absehbare Ende meiner Reise in den Lichtkegel meiner Wahrnehmung. Auch wenn ich eigentlich zum Ende des Jahres gerade einmal Halbzeit habe. Die Liste der Orte, die ich mir unbedingt noch anschauen möchte, wird immer länger, je länger ich in Südamerika weile und je mehr Leute ich kennenlerne. Das ist einerseits toll! Genau diese Infos sind es, die die wenigsten Reiseführer parat halten. Doch andererseits ist das auch schade. Denn je mehr ich mir vornehme, desto weniger Zeit bleibt für jeden einzelnen dieser Plätze. Und auf einmal sind sechs Monate gar nicht mehr viel Zeit. 

 

Eins weiß ich schon jetzt. In ein paar Jahren möchte ich hierher zurückkehren. Mit mehr Zeit und mehr Wissen über die Plätze, die es sich lohnt gesehen zu haben. Die turbulenten und bunten, vor allem aber die leisen und manchmal verborgenen Orte, denn sie erzählen die schönsten Geschichten.

14. Dezember 2017

 

Morgen ist mein letzter Tag hier in Quito. Noch einmal sieben Stunden die Schulbank drücken, dann heißt es Abschied nehmen von Paola, Hangel, meiner Gastfamilie und der Stadt. Es ist auch Zeit. Ich merke schon seit einigen Tagen die altbekannte Unruhe in mir aufsteigen. -Gerade so, als würde ich Gefahr laufen, zurückgelassen zu werden.

 

Heute war ich noch kurz beim lokalen KTM-Händler, um mich nach einem Kettensatz zu erkundigen. 272,00$ hätte ich dafür da lassen müssen. Ohne Montage. Bei Barzahlung hätte es 10% Rabatt, oder knapp 14 $ gegeben. Bis die Jungs in der Lage sind ihren Taschenrechner richtig zu bedienen, versuche ich mein Glück in Kolumbien. Da ist zwar das Benzin teurer als hier in Ecuador, dafür habe ich die Hoffnung, dass ich zumindest bei den Teilen günstiger wegkomme. Und wenn nicht, dann ist das eben einfach so. Zumindest kann ich mir dann einreden, dass ich versucht hätte ein paar Dollar zu sparen.

 

Direkt nach der Schule will ich aufbrechen. Katie steht schon fast voll bepackt in der Einfahrt. Die neue Kombi liegt bereit, Katie hat gute 26 Liter Sprit im Bauch, das Navi ist geladen und das Zwischenziel, "Finca Sommerwind" ist eingegeben. Kurvige 122km liegen vor mir.

 

Samstagmorgen möchte ich in aller Frühe die letzten 133km zur ecuadorianisch-kolumbianischen Grenze unter die Räder nehmen. In der Hoffnung, dass frühes Eintreffen langes Warten verhindert. Wenn ich kurz nach 6 Uhr loskäme, könnte ich gegen 8 Uhr an der Grenze stehen. Mit etwas Glück vor den Touristen und den Busladungen voller Venezolaner. Es muss doch irgendwie möglich sein die 5 Stunden, die Daniel und Christian für den Grenzübertritt gebraucht haben, zu unterbieten. Danach geht es für den Tag geplant bis Ipiales. In den nächsten Tagen werde ich versuchen die Tagesstrecke kontinuierlich zu steigern, um am 18.12. abends in Bogota einzutreffen. Das würde mir einen vollen Tag zum Unterstellen von Katie und dem Packen meiner Klamotten für den Flug nach Cartagena geben. 

 

Es geht wieder los!

 

 

15. Dezember 2017

 

Letzter Schultag. Schon am Vorabend packte ich Katie soweit es eben möglich war. Die letzten Stunden mit der ewig lachenden Paola und dem immer wieder überraschenden Hangel am Nachmittag gingen zu Ende. Schnell zurück zu meiner Unterkunft hasten, die letzten Klamotten verpacken, anziehen und Abfahrt. Heute wollte ich noch bis zur Finka Sommerwind, etwa 120 Kilometer nördlich von Quito kommen. Es wurde schnell dunkel und so fuhr ich den größten Teil der heutigen Strecke im Dunkel der Nacht. Die Finka erreichte ich kurz nach halb Neun. Leider war das Tor bereits geschlossen und meine Versuche die angeschlagene Nummer zu erreichen, scheiterten. Das Navi zeigte mir noch ein paar Unterkünfte in der näheren Umgebung. Eine davon sollte es werden. Über einen Feldweg holperte ich auf das Gelände einer Ferienanlage. Überall Weihnachtsdeko und fein herausgeputzte Leute. An der Rezeption fragte ich nach, ob es möglich wäre zu Zelten. -Nein... Das sei nicht möglich. Ein Hotelzimmer kostete 35 Dollar. Hmmm... Eigentlich nicht eingeplant im Budget. Die nette Dame versuchte noch einmal die Finka Sommerwind zu erreichen, jedoch leider ohne Erfolg.

Plötzlich war Zelten kein Problem mehr. Sie rief den Pagen heran, der mir freundlicherweise eine Wiese zwischen parkenden Autos und vor einem hübeschen Apartmentkomplex zeigte. Super. Weiches Gras, eine ruhige und dunkle Ecke, perfekt. Bis ich im Zelt lag. Die Weihnachtsfeier im Haupttrakt endete leider nicht mit dem Ende des Bandauftrittes. Vielmehr wurde infolge dessen Konservenmusik in doppelter Lautstärke gespielt. Aha... Den Pöbel gelüstete es nach Tanzvergnügen.

 

Gegen 3 Uhr morgens war endlich Ruhe im Karton. Dachte ich... Die um mich parkenden Fahrzeuge wurden eins nach dem anderen gestartet und im Stand warmlaufen gelassen. Es duftete nach verbrannten Kohlenwasserstoffen im Zelt. Jammi!

 

Als sich die illustre Gesellschaft endlich verzogen hatte, kehrte trotzdem keine Ruhe ein. Die Hähne der Umgebung begannen ihr morgendliches Krakele und auch die Köter konnten das nicht unkommentiert lassen. Das Klingeln des Weckers um 6:30 Uhr kam einer Erlösung nach dieser unruhigen Nacht gleich.

Zelt abbauen, zusammenpacken, Abfahrt. Noch 130 Kilometer bis zur Grenze.